Bildschirmarbeitsplatzbrille und andere Brillen für die Bildschirmarbeit

 

Die Arbeit an Bildschirmen hat in den letzten Jahren enorm zugenommen. Laut des statistischen Bundesamtes verbringen etwa zwei Drittel der 25- bis 54-jährigen Deutschen täglich einen Teil ihrer Arbeitszeit vor dem Bildschirm.

Vor allem, wenn ihr Brillenträger seid, müsst ihr euch irgendwann mit der Wahl der richtigen Brille am Arbeitsplatz beschäftigen. Denn im Alter von 40 bis 45 tritt neben der bisherigen Fehlsichtigkeit zusätzlich noch die Altersweitsichtigkeit (Presbyopie) auf. Das ist vor allem für Menschen mit Kurzsichtigkeit ein Problem, da nun eine Korrektur der Augen sowohl für die Ferne als auch für die Nähe erforderlich wird.

Um die Alterssichtigkeit und die Kurzsichtigkeit der Augen zu korrigieren, habt ihr zwei Möglichkeiten: 

  1. Ihr nutzt eure übliche Brille für die Ferne und greift zum Lesen von Zeitungen, Büchern und Co auf eine Lesebrille zurück.
  2. Ihr lasst euch eine Universal-Gleitsichtbrille anfertigen, die in drei Zonen eingeteilt ist und das Sehen auf kurze, mittlere und weite Entfernung korrigiert. 

Brillen für verschiedene Sehbereiche

Universal-Gleitsichtbrillen sind praktisch, aber eignen sich für die Arbeit am Computer nur bedingt. Der Nahbereich der Brille ist auf den Leseabstand von circa 30 bis 45 Zentimeter optimiert. Wird diese Brille dann für die Arbeit am Monitor benutzt, ergibt sich ein Problem. Denn diese sind ergonomisch betrachtet, am besten 60 bis 80 Zentimeter von den Augen entfernt. Wer auf eine Gleitsichtbrille angewiesen ist, sieht dann nicht mehr scharf. Die Computerbrille setzt genau an diesem Problem an. Wie die Computerbrille funktioniert und wie ihr auch mit speziellen Monitorhalterungen ohne diese Brille gut am Bildschirm sehen könnt, haben wir für euch in diesem Beitrag zusammengefasst.

Wie funktioniert die Bildschirmarbeitsplatzbrille?

Die Bildschirmarbeitsplatzbrille ist speziell auf die Bedürfnisse von Brillenträgern ausgerichtet, die häufig am Bildschirm arbeiten und mit Altersweitsichtigkeit Probleme haben. Computerbrillen gibt es in verschiedenen Kategorien: 

1. Brillen mit einer Stärke

Einstärkenbrillen korrigieren nur einen Sehbereich, wodurch ihr mehrere Brillen benötigt, wenn ihr Kurzsichtig und Alterweitsichtig seid sowie am BIldschirm arbeitet. Für die beste Sicht am Monitor könnt ihr euch spezielle Computerbrille für die Sichtweite von 60-80 Zentimetern anfertigen lassen. Für das Sehen in der Ferne oder in der Nähe benötigt ihr dadurch allerdings noch zwei weitere Brillen. Mit der Brille für den Fernbereich seht ihr weit entfernte Dinge scharf, Nahe aber nicht optimal. Für die Nähe käme dann zusätzlich eine Lesebrille zum Einsatz. 

Vorteile der Einstärkenbrille für den Bildschirm 

  • Die Sicht auf den Monitor ist scharf
  • An jeder Stelle des Glases eine klare Sicht 
  • natürliche Kopfbewegung

Nachteile der Einstärkenbrille für den Bildschirm 

  • undeutliches Sehen in der Ferne und beim Lesen von Dokumenten 
  • Brillenwechsel ist für die Ferne und für die Nähe oft notwendig
  • nur für die Arbeit am Monitor geeignet
  • wer viel liest und in die Ferne schauen muss, benötigt eher eine Sehhilfe, die alle drei Entfernungen in einer Brille vereint
  • nicht zum Autofahren geeignet

2. Brillen mit zwei Stärken

Bei Zweistärkenbrillen (Bifokalbrille) werden die Stärken aus zwei Brillen kombiniert. Bei Universal-Zweistärkenbrille ist der obere Bereich für die Ferne und der untere für die Nähe. Da der Nahbereich wieder auf den normalen Lesebereich von 30 bis 40 Zentimeter optimiert ist, könnt ihr diese Brille nicht so gut für die Bildschirmarbeit nutzen.

Eine Bildschirm-Zweistärkenbrille kann hier Abhilfe schaffen. Der obere Teil ist bei dieser Brille speziell für die Distanz zum Monitor optimiert. Sie ist nützlich, wenn ihr die meiste Zeit auf den Monitor blickt und eher selten Dokumente lesen müsst. Für die Ferne braucht ihr dann wiederum eine zusätzliche Sehhilfe. 

Die richtige Bildschirmposition  

Je näher der Monitor vor den Augen steht, desto stärker sind die Augenmuskeln belastet. Um die Augen zu schonen, solltet ihr deshalb weit genug entfernt vom Monitor sitzen. Durchschnittlich sind 75 cm Abstand vom Bildschirm empfehlenswert. Als Faustregel könnt ihr euch merken: Je größer der Bildschirm desto Größer sollte der Abstand zu den Augen sein.

Damit ihr zudem Rückenschmerzen vorbeugt und die Sicht auf den Bildschirmarbeitsplatz optimiert, muss euer Monitor individuell auf euch angepasst sein. Am flexibelsten sind Schwenkarme, die frei verstellbar sind und sich so schnell und einfach anpassen lassen. Diese helfen euch dabei, den Bildschirm sowohl in der Höhe zu verstellen als auch näher an euch heranzuholen.

Die ergonomischen Monitorhalterungen Novus Clu

Besonders leicht geht das mit den Monitorhalterungen Novus Clu. Diese sind so flexibel einstellbar, dass sie sich nur mit einem Handgriff auf verschiedene Höhen und Positionen einstellen lassen und das sowohl vertikal als auch horizontal. Zudem könnt ihr euren Bildschirm jederzeit vom Querformat ins Hochformat wechseln.

Damit sind die neuen Novus Clu Monitorhalterungen die perfekte Möglichkeit, um ergonomisches Arbeiten für alle Mitarbeiter zu ermöglichen. Vor allem Gleitsichtbrillenträger haben das Problem, dass der Nahbereich der Brille nicht optimal für die Sicht auf den Bildschirm geeignet ist. Um scharf zu sehen zu können, verkrampfen sich Betroffene oft und müssen den Kopf in den Nacken legen. Die Folge können Verspannungen und Schmerzen im Nackenbereich sein.

Novus Clu unterstützt durch die verbesserte ergonomische Einstellung des Monitors entspanntes Sehen und beugt Rückenschmerzen und Verspannungen vor, indem die Monitore niedrig ausgerichtet werden können. Der Monitor kann so herangeholt werden, wie es optimal für den Sehbereich mit der Gleitsichtbrille ist. Dadurch erübrigt sich die Anschaffung einer speziellen Arbeitsplatzbrille

Tipp: Den richtigen Abstand zum Monitor ermittelt ihr mit einem Stift und einem Zollstock ganz einfach. Haltet einen beschrifteten Stift vor euch und führt ihn solange vom Auge weg, bis ihr die Schrift entspannt lesen könnt. So ermittelt ihr den optimalen Abstand zum Bildschirm. Um die ideale Höhe des Bildschirms herauszufinden, benötigt ihr einen Zollstock.

Bittet einen Kollegen oder eine Kollegin im zuvor ermittelten Abstand einen Zollstock aufzustellen. Ihr schließt die Augen, entspannt den Nacken und öffnet dann wieder die Augen. Den Punkt, den ihr als erstes seht, entspricht der mittleren Einstellung des Monitors.

Die Vorteile von Novus Clu auf einen Blick
 

  • Großer Schwenk-, Dreh, und Neigebereich für die optimale Ausrichtung des Bildschirms abgestimmt auf die Brille
  • Optimiert für die Maße und das Gewicht von modernen Flachbildschirmen 
  • Verschiedenen Ausführungen für das Büro je nach Anforderung 
  • Modernes Aussehen mit skandinavischen Einflüssen und unsichtbare Kabelführung
  • Einfache Befestigung mit einer Tischklemme oder einer mit einem universellen Adapter ausgestattete SlatWall-Befestigung, mit der sich der Monitortragarm an gängigen Organisationswänden und an das Novus Mehrplatzsystem anbringen lässt. 

Möchtet ihr mehr zu Novus Clu erfahren? Dann vereinbart einen unverbindlichen Beratungstermin. 

Die Wahl der richtigen Brille für die Arbeit am Schreibtisch

Eine spezielle Bildschirmbrille ist nicht immer vorteilhaft, da die Brillengläser nicht auf den Fernbereich optimiert sind. Ein Wechsel der Brille ist deshalb in der Regel fast immer notwendig. Um leichter zwischen den Distanzen zu wechseln, bietet sich vor allem das Tragen von Universal-Gleitsichtbrillen an, die ihr mit flexiblen Monitorhalterungen kombiniert. 

Optiker beraten euch bei der Wahl der richtigen Brille passend zu euren Bedürfnissen. Auch die Broschüre der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin zum Thema "Gutes Sehen im Büro: Brille und Bildschirm – perfekt aufeinander abgestimmt.", die mit den Produkten und den Mitarbeitern von Novus Dahle entstanden ist, informiert über die Möglichkeiten, wie ihr die Bildschirmarbeit ergonomisch und gesund gestaltet. 

Kontaktlinsen für die Computerarbeit 

Natürlich könnt ihr auch Kontaktlinsen bei der Computerarbeit tragen. Allerdings kann der Tragekomfort im Vergleich zur Brille etwas schlechter sein. Das liegt darin, dass wir bei konzentriertem Arbeiten dazu neigen, weniger zu blinzeln. Dadurch wird der Tränenfilm seltener auf dem Auge verteilt, die Augen schlechter benetzt und die Augen trockener. Bei manchen Menschen führt das dazu, dass Kontaktlinsen als Fremdkörper wahrgenommen werden und unangenehm reiben. 

Wer nicht auf Kontaktlinsen verzichten möchte, der sollte Silikon-Hydrogel-Linsen nutzen. Diese lassen das Auge durch ihre hohe Sauerstoffdurchlässigkeit atmen und schützen vor dem Austrocknen. Augenoptiker und Kontaktlinsenspezialisten können euch optimal bei der Wahl der passenden Linsen beraten und speziell auf eure Anforderungen bei der Arbeit eingehen. 

Inzwischen gibt es sogar Kontaktlinsen, die wie Mehrstärkenbrillen funktionieren. Sie eignen sich dann auch für Menschen, die sowohl kurzsichtig als auch weitsichtig sind. Sogenannte Bifokale Linse sind in zwei Zonen geteilt, der obere Bereich ist für die Ferne und der untere für die Nähe. Gleitsichtkontaktlinsen sind auf die Nahsicht (Weniger als 0,5 Meter), die Normalsicht (0,5 bis 2 Meter) sowie die Fernsicht (ab 2 Meter) optimiert. Nach einer Eingewöhnungszeit ist es in der Regel problemlos möglich damit zu sehen. 

Der Nachteil an solchen Kontaktlinsen ist der teure Preis. Durch das komplexe Herstellungsverfahren sind sie etwa doppelt so teuer, wie normale Kontaktlinsen. 

Erfahrt mehr zu den Vor- und Nachteilen von Brillen oder Kontaktlinsen bei der Arbeit. 

Quellen und weitere Informationen

Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin: Gutes Sehen im Büro. Brille und Bildschirm - perfekt aufeinander abgestimmt.

Brillen & Sehhilfen: Multifokale Kontaktlinsen.

Südwestdeutscher Augenoptikerverband: Vebraucherinfos Bildschirmarbeitsplatzbrille.

Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG) gesetzliche Unfallversicherung: Gesundheit im Büro – Fragen und Antworten.