Farbpsychologie Schreibtisch

Farbenlehre statt Farbenleere – Farbpsychologie im Arbeitsalltag

 

Die Wirkung verschiedener Farben auf den Menschen ist wissenschaftlich erwiesen. Farben lösen Assoziationen aus, die sich seit Generationen in der Gesellschaft gefestigt haben. Warum ist Blau die Lieblingsfarbe der Deutschen? Und warum verbinden wir Grün mit der Natur?


Farbassoziationen können aus verschiedenen Perspektiven erklärt werden. Zum einen spielt unsere Kultur eine Rolle dabei, wie wir Farben empfinden. Während Schwarz in Deutschland beispielsweise als Trauer-Farbe gilt, trägt man in China zu traurigen Anlässen Weiß. In christlich geprägten Kulturen wird oftmals angenommen, Gott befände sich im Himmel. Deshalb wird Blau häufig mit Gott in Verbindung gebracht. Es gilt als sehr machtvolle und ruhige Farbe zugleich und ist bis heute die Lieblingsfarbe der Deutschen. Was viele nicht wissen: Himmelblau war früher eine Mädchenfarbe, denn auf Gemälden wurde Maria traditionell in jene Farbe gekleidet.
 

Rot und Blau

Letztlich kann Farbwahrnehmung auch physiologisch erklärt werden: Rot ist die Farbe, die Babies als erstes erkennen können. Die Präferenz dafür hält sich deshalb oftmals bis ins Grundschulalter. Weltweit versteht man Rot als die Farbe der Liebe, gleichzeitig symbolisiert sie aber auch Wut und Gefahr. Der Ursprung dieser Wahrnehmung liegt uns buchstäblich im Blut, welches früher nur in Gefahrensituationen sichtbar wurde. Rot gilt daher auch als aggressive Farbe. Dass viele Deutsche Blau bevorzugen, hat ebenfalls physiologische Gründe: Die Wahrnehmung der Farbe des Meeres verlangt dem Auge am wenigsten Arbeit ab.  

Sonne aus Novus Heftern


Auch unsere Erfahrungen mit der Umwelt beeinflussen die Weise, wie wir die Welt sehen: So gilt Grün als die Farbe des Lebens und der Hoffnung. Letzteres mag wieder religiös begründet sein, die Assoziation mit dem Leben ist jedoch durch die Natur und pflanzliches Wachstum zu erklären. Lila ist die Farbe des Geistes und der Spiritualität: Sie ergibt sich aus Blau, der Farbe der Seele, und Rot, der Farbe des Körpers. Lila verleiht Energie und Inspiration und wirkt in der Farblichttherapie reinigend. Als Wandfarbe wird Violett eine beruhigende Wirkung zugesprochen. 

Regenbogen aus Novus Heftern


Wie können die Erkenntnisse der Farbpsychologie und das Wissen um die Wirkung nun für den Kundenkontakt oder die Mitarbeitermotivation genutzt werden? Zum einen spielt die Farbwahl eine große Rolle für die Wahrnehmung der eigenen Marke. Das Firmenlogo genau wie die Farben des Corporate Design finden sich an verschiedensten Stellen der Büro-Architektur und -einrichtung wieder und senden unterschwellig Signale. Das fängt mit der Farbwahl für die Wand im Konferenzraum an und zieht sich durch bis zu Details wie der farblich abgestimmten Serviette, die dem Gegenüber beim Gesprächstermin gereicht wird.

Blumen bringen Farbe in den Alltag


Farben sind wichtig für unser psychisches Wohlergehen. Eine Erkenntnis, die sich Chefs zu Nutze machen können. Die für Büroeinrichtung so typischen Grautöne sind nämlich nicht förderlich für die Leistung: Schon 1947 hat der Schweizer Psychologie-Professor Max Lüscher die Lüscher-Color-Diagnostik entwickelt, den wohl berühmtesten Farbtest, der Einblicke in Leistungskraft und Stressverträglichkeit eines Menschen gibt. Lüscher zufolge steht Grau für Gleichgültigkeit und Abschirmung – nicht gerade Qualitäten, die Mitarbeiter an den Tag legen sollten. Um die Effekte grauer Büroeinrichtung zu umgehen, ist es gar nicht nötig, gleich die Büros neu zu streichen. Denn eine rote Wand großflächig und über mehrere Stunden im Blickfeld zu haben, fördert beispielsweise Unruhe und Nervosität.

Anders verhält es sich mit Farbakzenten durch entsprechende Accessoires, die beliebig ausgetauscht werden können. Zur stärkeren Motivation der Mitarbeiter können Vorgesetzte ihnen die Möglichkeit einräumen, ihr Büro nach eigenem Belieben zu gestalten. Werden in dem Zuge beispielsweise Hefter, Locher, Mülleimer und Pinnwandmagnete in einem weiß-grauen Büro gegen grüne ausgetauscht, wirken sich die Farbakzente gleich positiv auf den ganzen Raum aus. Ein weiterer Ansatz: In vielen Büros wird eine ganze Wand von aneinandergereihten Ordner-Rücken bedeckt. Schon die Wahl einer anderen Ordner-Farbe kann einen ähnlichen Effekt haben wie eine farbig gestrichene Wand. Einfach mal ausprobieren!

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