Was sind Sketchnotes?

Nicht nur ein aktueller Trend, sondern vor allem eine Möglichkeit sich effektiver Notizen zu machen. Sketchnotes sind ein Werkzeug, um Gedanken und Inhalte aus Meetings, Präsentationen und Konferenzen verständlich zu visualisieren. Wir zeigen euch, was Sketchnotes sind, wofür ihr sie braucht und warum euch die gezeichneten Notizen auf lange Sicht erfolgreicher machen. Übrigens: Um Sketchnotes zu nutzen, müsst ihr nicht unbedingt zeichnen können.

Sketchnotes für die Aufzeichnungen im Meeting

Was sind Sketchnotes?

In Schule, Ausbildung, Studium und später auch im Büroalltag stehen wir immer wieder vor der Herausforderung möglichst schnell eine große Menge an Informationen aufzunehmen. Wir greifen automatisch zu Zettel und Stift und schreiben mit. Aber das ist nicht unbedingt effizient. Wenn man versucht alles Gesprochene Satz für Satz aufzuschreiben, dauert das viel zu lange. 

Sketchnotes helfen dabei, Informationen schnell und kompakt mit Symbolen beispielsweise auf Papier oder Präsentationssystemen wie Flipcharts und Whiteboards festzuhalten.

Erklärt ist die Methode des Sketchnoting bereits, wenn man sich den Begriff genauer ansieht. Dieser ist nämlich aus den beiden englischen Worten für Skizze (sketch) und Notiz (notiz) zusammengesetzt. Sketchnotes sind also nichts anderes als visualisierte Notizen. Sketchnotes helfen vor allem dabei, Inhalte leicht und verständlich aufzumalen. 

Gezeichnete Symbole und Sketchnotes auf einer Wand

Die Basis von Sketchnotes: Mit einfachen Formen viel erreichen

Bei Sketchnotes geht es nicht darum, Gemälde anzufertigen. Einfache Formen reichen aus, um Informationen zu visualisieren. Grundlegende Elemente des Sketchnotings sind: 

  • Kästen, Kreise, Dreiecke und Sprechblasen, um Informationen hervorzuheben
  • Pfeile, um Zusammenhänge oder Abläufe zu verdeutlichen
  • Ausrufezeichen und Fragezeichen, um wichtige Inhalte oder Fragen zu markieren
  • Linien, um Informationen voneinander zu trennen
  • Figuren, um Personen darzustellen (Strichmännchen reichen vollkommen aus)
  • Symbole und Icons, um komplizierte Informationen vereinfacht darzustellen. 

Beim Erstellen von Sketchnotes gibt es keine Regeln. Ihr werdet aber mit der Zeit feststellen, dass ihr ganz automatisch bestimmte Elemente immer wieder benutzt und sie für euch zu visuellen Vokabeln werden.    

Die Vorteile von Sketchnotes auf einen Blick

Dass Sketchnotes unglaublich nützlich sind, dürfte inzwischen deutlich geworden sein. Trotzdem wollen wir euch die Vorteile noch einmal zusammenfassen: 

  • Sie sind einfach in der Handhabung und sind Materialunabhängig. Whiteboards oder Flipcharts eignen sich genauso zum Sketchnoting wie Notizbuch oder ein einfaches Stück Papier. 
  • Sie eignen sich auch für die Gestaltung von Bullet Journals.
  • Sie fördern den Lern- und Gedächtnisprozess.
  • Sie eignen sich zur Verdeutlichung einfacher Beziehungen zwischen einzelnen Aspekten.
  • Sie helfen dabei, Gedanken in einen Zusammenhang zu bringen und zu strukturieren.
  • Sie fördern die Kreativität.

Wenn ihr das Thema Sketchnotes vertiefen möchtet, findet ihr bei Sketchnotes Coach Sandra Martin eine Video Anleitung. Und auch auf ihrem Blog gibt es viele Tipps rund ums Sketchnoting. 

Warum sind Sketchnotes so hilfreich?

Sketchnotes helfen dabei, Inhalte schneller zu erfassen und fördern die Kreativität. Das wichtigste ist das Zusammenspiel zwischen Texten und Bildern. Denn genau das hilft uns Menschen dabei, Inhalte schneller wahrzunehmen und sie anschließend auch besser im Gedächtnis zu behalten. Dass diese Methode funktioniert, ist übrigens keine Zauberei, sondern Wissenschaft. Rund 80 Prozent aller Eindrücke, die der Mensch von außen wahrnimmt, sind visuell.1 

Die Theorie der doppelten Kodierung, die der amerikanische Gedächtnisforscher Allen Paivio aufstellte, geht davon aus, dass durch die Verknüpfung der visuellen Wahrnehmung mit Text eine doppelte Codierung der entsprechenden Informationen im Gehirn hervorruft. Oder leichter ausgedrückt: Text plus Bild gleich doppelte Wahrnehmung und demnach bessere Gedächtnisleistung.

1 Quelle: planet-wissen.de: Sinne Sehen

Sketchnotes auf ein Flipchart zeichnen

Wer kann Sketchnotes nutzen?

Auf diese Frage gibt es im Grunde nur eine einzige richtige Antwort: Einfach jeder, der sich normalerweise einfache Notizen machen würde!

Sketchnotes sind ein Werkzeug und eignen sich, neben der Aufzeichnung im eigenen Notizbuch auch hervorragend, um in Workshops oder Meetings am Flipchart oder Whiteboard gemeinsam Inhalte zusammenzufassen. Hilfsmittel für die Visualisierung am Whiteboard sind auch Präsentationshilfsmittel wie bunte Magnete und Stifte. Damit lassen sich Ideen einfach aufzeichnen und festhalten. 

Die Frage sollte also nicht sein, wofür ihr Sketchnotes braucht, sondern eher, wie ihr sie am effektivsten einsetzen könnt. Die Antwort darauf muss wohl jeder für sich selbst finden: Durch Ausprobieren. Also an die Stifte, fertig, los! 

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