Selbst gebauter Sandkasten im Garten Bauanleitung

Sandkasten selber bauen

4 Tipps inklusive Bauanleitung

Sandburgen bauen, die Füße eingraben und der Fantasie freien Lauf lassen – im Sandkasten zu spielen, liebt fast jedes Kind. Mit einem Bausatz oder selbst gesägten Brettern baut ihr für euren Garten in kürzester Zeit einen Sandkasten selbst. In diesem Beitrag haben wir euch die wichtigsten Informationen zu Standort, Material und Co. zusammengefasst. Schaut euch direkt unsere 4 Tipps und die Anleitung für einen Sandkasten an. 

 

Sandkasten selber bauen oder einen Bausatz verwenden?

Beim selbst gebauten Sandkasten könnt ihr die Maße und die Form an euren Garten anpassen. Außerdem seid ihr frei bei der Materialwahl, wodurch ihr das Holz beispielsweise auf eure Gartenmöbel abstimmen könnt. Auch bei sonstigem Zubehör, wie zum Beispiel einem Anbau durch ein Spielhaus, einem Dach oder einer Rutsche, seid ihr flexibler. Außerdem könnt ihr nach Belieben Sitzbänke hinzufügen.

Wenn ihr in Handwerkerprojekten weniger erfahren seid, sind Sandkastenbausätze zu empfehlen. Diese enthalten alle Bestandteile bereits fertig zurechtgeschnitten. Ihr könnt also direkt mit dem Bau starten. 

In der Regel bestehen Holzsandkästen aus einer einfachen Rahmenkonstruktion aus Brettern. Um den Sand von Erde, Unkraut und Ungeziefer freizuhalten, wird der Boden mit Sandkasten-Vlies ausgekleidet. Regenwasser kann durch das wasserdurchlässige Vlies aber trotzdem abfließen. 

4 Tipps, die euch bei der Planung und Vorbereitung helfen

1. Der richtige Standort für den Sandkasten

Da Kinder wesentlich empfindlicher auf Sonneneinstrahlung reagieren, sollte der Sandkasten nicht in der prallen Sonne, sondern an einem geschützten Ort im Garten aufgestellt werden. Ein schattiger oder halbschattiger Platz in der Nähe des Hauses oder unter einem Vordach eignet sich am besten als Sonnenschutz. Auch Bäume bieten Schattenplätze. Achtet hier aber darauf, dass ihr den Sandkasten am besten nicht unter einen Laubbaum stellt, da sonst ständig das Laub aus dem Sand entfernt werden muss. Um den Sand vor Verunreinigung durch Pflanzen oder Tierkot zu schützen, wählt ihr am besten einen Sandkasten mit Abdeckung aus. Eine einfache Plane, die mit Steinen fixiert wird, funktioniert aber auch. 

Alternativ kann zusätzlich auch ein Dach für den Sandkasten gebaut werden oder ein Sonnenschirm direkt über dem Spielbereich aufgestellt werden. Bei der Wahl des richtigen Standortes für den Sandkasten achtet ihr am besten auch darauf, dass ihr ihn von der Terrasse, vom Balkon oder vom Fenster aus leicht beaufsichtigen könnt.

Falls ihr einen Rasenmähroboter habt, sollten ihr prüfen, wie viel Abstand ihr um den Sandkasten benötigt, damit die Fläche noch gut vom Roboter erreicht wird. Diese Angabe findet ihr in der Regel in der Bedienungsanleitung.

2. Die Größe des Sandkastens 

Bevor es an den Bau geht, legt ihr fest, wie groß der Sandkasten werden soll. Wenn zwei Kinder darin spielen sollen, ist eine Größe von mindestens 1,5 Metern x 1,5 Metern nötig. Besser sind 2 Meter x 2 Meter, um für genügend Freiraum und Spielspaß zu sorgen. 

3. Das richtige Material für den Sandkasten

Hochwertiges und witterungsbeständiges Holz (z.B. Lärchenholz oder Douglasie) ist robust und daher besonders für den Außenbereich geeignet. Auch günstigere Weichhölzer wie Fichte eignen sich. Nicht imprägniert hat das Holz aber eine kürzere Lebensdauer von etwa 5-6 Jahren. Es ist besonders wichtig, nur unbehandeltes Holz zu verwenden. So wird verhindert, dass mögliche Schadstoffe aus Holzschutzmitteln in den Sand gewaschen und mit empfindlicher Kinderhaut in Berührung kommen. Bei der Wahl der richtigen Holzart hilft euch auch Fachpersonal im Baumarkt oder im Holzfachbetrieb. Aber auch Kunststoffsandkästen eignen sich. Inzwischen gibt es sogar Bausätze, in denen die Bauteile aus recyceltem Kunststoff hergestellt sind. Der Vorteil von Kunststoff gegenüber Holz ist, dass es witterungsbeständiger und so langlebiger ist. 

4. Sand für den Sandkasten auswählen 

Damit sich aus Sand Burgen und andere Skulpturen formen lassen, sollte dieser die richtige Körnung haben. Ideal ist ein Durchmesser der Sandkörner von 0,06 mm und 2 mm. Um die Gesundheit zu schützen, muss Sand, der als Spielzeug genutzt wird, frei von Umweltgiften und Verschmutzungen sein. Hierzu zählen beispielsweise Lehm, Wurzelwerk, Humus, Pilzsporen, aber auch Glasteile oder Kunststoffe. Zudem sollte er fein- und rundkörnig sein, um Verletzungen zu verhindern. 

Wer nur einen kleinen Sandkasten füllen möchte, kann auf Spielsand zurückgreifen. Alternativ kann auch gewaschener Bausand genutzt werden. Dieser ist in größeren Mengen meist günstiger und durch strenge Richtlinien in der Bauindustrie genauso auf Schad- und Fremdstoffe geprüft, wie spezieller Spielsand. Im örtlichen Baumarkt könnt ihr euch in der Regel zu passendem Sand für euren Sandkasten beraten lassen. 

Anleitung für den Bau des Sandkastens

Werkzeug und Material 

  • Sandkasten Bausatz oder fertig gesägte Bretter aus dem Baumarkt in gewünschter Größe
  • ggf. Schleifpapier
  • Akkuschrauber mit verschiedenen Einsätzen passend zu den verwendeten Schraube
  • Zollstock
  • Wasserwaage
  • Tacker, z.B. Elektrotacker Novus J-105
  • Kies oder Backsteine als Drainage 
  • Sandkastenvlies
  • Spielsand oder Bausand

Schritt für Schritt Anleitung

1. Den Boden vorbereiten 

Ihr wisst, wie groß euer Sandkasten werden soll? Perfekt. Nun könnt ihr  den Untergrund vorbereiten. Hebt dafür ein viereckiges Loch etwa 10-15 cm (je nachdem wie tief euer Sandkasten im Boden versenkt werden soll) in der Größe eures Sandkastens z.B. 2 x 2 Meter aus. Damit Regenwassen ablaufen kann, solltet ihr eine Drainage aus Kies oder locker gesetzten Pflastersteinen legen. Wenn ihr Pflastersteine nutzt, muss der Boden etwas tiefer ausgehoben werden. 

 

Loch für Sandkasten ausheben
Sandkastenloch mit Pflastersteinen oder Kies auslegen

2. Die Sandkiste montieren

Baut die Holzkonstruktion nach beiliegender Bauanleitung zusammen. Alternativ könnt ihr natürlich auch einen ganz individuellen Sandkasten bauen. Sägt dafür Bretter in einer Größe eurer Wahl zu und verschraubt diese mit Kanthölzern und Schrauben zu einem Rechteck zusammen. Zusätzlich könnt ihr mit weiteren Holzbrettern Sitzbänke montieren. 

3. Vlies im Sandkasten auslegen und tackern 

Um den Sand vor Unkraut zu schützen, legt ihr nun das Sandkastenvlies am Boden der Sandkiste aus. Dreht dazu den Kasten um. Das Vlies wird an der Unterseite gespannt und sorgfältig befestigt.  Am schnellsten und einfachsten lässt sich das Vlies mit einem hochwertigen Elektrotacker, beispielsweise dem Novus J-105, und Flachdrahtklammern befestigen. Tackert dafür immer die gegenüberliegenden Seiten zuerst. Das funktioniert nicht nur bei Holz, sondern auch bei Kunststoff. Nun müsst ihr den fertigen Sandkasten nur noch umdrehen und auf seinen Platz stellen, danach könnt ihr den Sand einfüllen. 

Sandkastenvlies mit einem Elektrotacker befestigen
Sandkasten Bauanleitung

Sitzbänke, Dach und weitere Spielmöglichkeiten

Mit ein wenig Fantasie lässt sich aus dem Sandkasten ein wahres Spielparadies bauen. Je nach Größe eures Gartens und der Sandkiste lässt sich eine Rutsche direkt in den Sand richten. So gestaltet ihr euren eigenen Spielplatz. Auch Spielhäuser können direkt neben den Sandkasten gesetzt werden. Zudem sind Sitzbänke am Rand der Sandkiste praktisch, auf die sich die Kinder beim Spielen setzen können. Beim Kauf des Bausatzes achtet ihr am besten auch darauf, dass eine Holzabdeckung direkt dabei ist oder ihr zusätzlich eine Plane kauft. So kann der Kasten abends immer direkt zugedeckt werden und bleibt sauber. 

Wir ihr seht ist das Projekt Sandkasten relativ einfach umzusetzen. Wenn ihr euren Garten noch weiter mit Tackerprojekten verschönern möchtet, dann baut euch doch ein Frühbeet oder ein Palettenbeet für Kräuter und Pflanzen ganz einfach selbst.